Hammerer & Kühlwein
Fürth
1925 – 1962
1925 von Johann Hammerer und August Kühlwein gegründet.
Im Jahr 1933 bat Moritz Saalheimer, der die „Arisierung“ vorausahnen konnte, seinen langjährigen Mitarbeiter Eduard Mödel, das Unternehmen zu übernehmen, was dieser gemeinsam mit dem Werkzeugmacher Max Zeilein für die von der Arisierungskommission festgelegte Summe von 40.000 Reichsmark tat; dieser Betrag wurde auf ein Sperrkonto der NSDAP überwiesen. 1938 gelang es Saalheimer, nach England zu fliehen und so der Deportation zu entgehen.
Mödel und Zeilein führten das Unternehmen während des Krieges unter dem Markennamen MZ weiter; im März 1945 wurde die Fabrik bei einem Bombenangriff fast vollständig zerstört.
Mit den geborgenen oder instand gesetzten Werkzeugen nahm das Unternehmen um 1948 die Produktion wieder auf.
Ein Jahr zuvor hatte Moritz Saalheimer, der aus dem Exil zurückgekehrt war, wieder Kontakt zu Mödel aufgenommen, und im Rahmen des Restitutionsgesetzes hatten sich die Parteien auf eine Entschädigung in Höhe von 40.000 DM geeinigt. Ihre Beziehungen blieben gut, und Saalheimer wurde zum Exporteur der Spielzeuge von Hammerer und Kühlwein nach England.
Das Unternehmen stellte bis zu seiner Schließung im Jahr 1962 kleine Spielzeuge aus lithografiertem Blech her, insbesondere Flugzeuge.
